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Steckbrief »Merlin«
Beschreibung
Merlin war einer der 15 Hunde, die wir aus Frankreich von einer der schlimmsten Züchtungen die wir kennen, übernahmen (mehr dazu lesen Sie unter der Ruprik 15 Bichons).
Recht schnell fanden sich liebe Menschen für ihn, die ihm mit viel Geduld und Liebe zeigen, wie schön das Leben sein kann.
Alles Gute für Merlin in seinem neuen Zuhause.
Hier Texte von Merlin und seiner Familie:
Hallo liebe Hanne,
ich muss Dir mal sagen, das mit meinem neuen Rudel ist nicht so einfach:
1. ich werde laufend angefasst
2. ich muss auch noch nervigen Besuch, in Form von Jean empfangen und soll
auch noch mit der spielen
3. ich habe die Hütte nicht für mich alleine. Da gibt es noch einen "ollen,
doofen" Kater. Und der hat auch noch Waffen und deshalb das "Sagen".
4. die Menschen schleppen mich überall hin. Sogar zum Impfen muss ich mit.
Und das ich die Spritze bekomme, hat mir auch niemand vorher gesagt.
5. es gibt einen langen Strick und ein ganz komisches Geschirr, das ich
am Körper tragen muss und dann laufen die Menschen vor mir weg.
Spaziergang nennen die das.
und
6. ich liebe mein neues Zuhause !! Danke für die Vermittlung !!!!
Gruß Merlin
Hallo Hanne,
Merlin ist dabei sich zu einem süßen, kleinen Herzensbrecher zu entwickeln.
Er kommt wenn man Ihn ruft. Das heißt, wenn er will und mal keine Angst hat. Was immer öfter vorkommt.
Er liebt (wenn er kommt) die Streicheileinheiten. Sogar das Bürsten ist für Ihn angenehm. Er sieht auch das als Streicheileinheit, der extra Klasse.
Und seit ein paar Tagen hat er das Spazieren gehen für sich entdeckt. Schau Dir die Fotos im Anhang an. Sie sind jedoch schon wieder veraltet, denn mittlerweile läuft er nicht mehr mit der Schleppleine, sondern mit der normalen Langlaufleine. Auch nicht mehr hinter uns her, sondern neben uns oder vor uns. Er ist so von den vielen Eindrücken und Düften fasziniert, das er sogar Hunde die uns begegnen ignoriert.
Unsere Strategie der winzigen Schritte ist bis jetzt, voll auf gegangen. Es kostet zwar viel Geduld und Nerven aber es lohnt sich.
Zuerst musste er die Angst vor uns, bzw. vor unsere Hand verlieren.
Als er sich von mir streicheln lies und ich Ihn auf den Arm nehmen durfte, war die halbe Miete schon eingenommen.
Er lies sich in den ersten Tagen nur streicheln, wenn er in seinem Körbchen lag und dort durfte ich ihn auch dann raus holen und auf den Arm nehmen.
Das macht er zur Zeit immer noch, wenn ich Ihm sein Geschirr anziehen will (für die Leine). So bald er auf seinen 4 Füßen steht rennt er vor mir und der Leine weg.
Warum das habe ich noch nicht raus gefunden. Aber da komme ich auch noch dahinter.
Wenn wir dann eine kleine Ehrenrunde durch das Haus gedreht haben, läuft er in sein Körbchen im Wohnzimmer und wartet mit Schwanzwedeln, das ich komme und ihm die Leine anziehe. Sobald er sie an hat, ist er seit gestern, auch schon auf dem Wege zur Haustür.
Als erstes haben wir uns ein Geschirr besorgt, das sich nicht am Hals zuzieht oder besser gesagt, das überhaupt nicht an seinem Hals zieht. Ganz egal wie fest er, oder wir an der Leine ziehen. Dann wurde eine Schleppleinen besorgt, von 15 m Länge. Die ersten Versuche im Garten gingen voll in die Hose. Er hat sich aufgeführt wie eine wild gewordene kleine Ziege, allerdings mit Zähnen.
Dann kam mein Mann auf die Idee, das es für den Hund keinen Sinn macht, im Garten mit einem Strick um den Hals zu laufen, wo er doch ohne das Teil auch dort laufen
darf.
Also verlegten wir unser Testgebiet in ein, für Ihn fremdes Gebiet und zwar in den nahe gelegenen Wald. Somit war alles für Ihn fremd und er musste, um nicht alleine da zu stehen, hinter uns her.
Wir stellten Ihn im Wald ganz einfach auf seine 4 Pfoten, nahmen das Ende der 15m Leine in die Hand und gingen weg. Somit stand er erst mal verdutzt in der Gegend herum und verstand sichtlich die Welt nicht mehr.
Dann als Ihm bewusst wurde, das wir immer weiter weg gehen, kam er erst zögerlich und dann immer schneller nach. Und als er begriffen hat, das wir nicht weglaufen, sondern nur gemächlich gehen, fing er an die Gegend zu erkunden.
Lies uns aber nie aus den Augen und war immer in dem Bereich der Schleppleine in unserer Nähe.
Nach 10 Minuten brachen wir ab, um ihn nicht zu überfordern und und fuhren wieder nach Hause. Am gleichen Tag wiederholten wir das Ganze 3 mal.
Am nächsten Tag sah man das er es kaum erwarten konnte aus dem Auto zu kommen und auf Fährten suche zu gehen.
Nach dem 3.Tag lief er schon so nahe um uns herum, das wir die Schleppleine bis auf 2-5 m gekürzt in der Hand hatten und er sich auch nicht mehr daran störte,
wenn die Leinenführung von oben kam und ein kleiner Zug drauf lag.
Am Sonntagabend startete ich den ersten Versuch mit der normalen Langlaufleine.
Gestern, nach dem 2. Spaziergang lief der kleine Kerl schon an der Leine, als wenn er das Teil seit ewigen Zeiten an hätte. Und ich kann die Leine auf Zug halten,
sogar dran ziehen, ohne damit Panik zu provozieren.
Seit er das Spaziereingehen für sich entdeckt hat, ist meine Wohnung sauberer. Wenn es so weiter geht, kann ich evtl. wieder meine Teppiche auslegen. Dafür gehe ich gerne morgens, vor dem Frühstück an der Rossel entlang, damit sich Merlin von seinem Geschäft lösen kann.
Das nächste wird wohl das Spielen sein. Er kennt das Spielen nicht. Spielen schon, aber nur mit seines Gleichen. Ich kann aber nicht jeden Tag einen Hund ausleihen. Also muss ich noch heraus finden, mit was ich ihn beschäftigen kann. Er soll ja aus gelastet sein und Spaß am Leben haben. Nur die Spaziergänge werde auf die Dauer nicht reichen. Mehr als, zusammen 2 Stunden am Tag, will ich nicht. Er übrigens auch noch nicht. Das wird sich aber bestimmt schnell ändern. Sobald er das Laufen ausdauernd geübt hat.
Ich glaube jedoch das mir seinen Neugierde helfen wird. Sowie seine Diebeszüge. Die muss ich halt in eine Spiel umwandeln. Nur wie, weiß ich noch nicht.
Und was noch auf Merlin zukommt und zwar noch in den nächsten Tagen. Er muss lernen, mal alleine zu bleiben.
Das machen wir, wie das mit der Leine. In ganz kleinen Schritten.
So das war das Neueste von der Hundefront.
Ich wünsche allen, die sich, wie wir, für einen dieser kleinen Zwerge entschieden hat, viel Geduld und gute Nerven.
Wir können, nach gerade mal zwei Wochen, von Herzen sagen "Es war die besten Entscheidungen die wir treffen konnten, als wir Merlin in unser Leben liesen."
Jede Minute mit ihm ist es wert auch mal kurz vor einen Nervenzusammenbruch
zu stehen.
Noch ein kleines Beispiel dazu:
Unser Sohn kommt gestern zu Besuch und will sich, mal den Neuzugang ansehen.
Da es so warm war, zog er sich die Schuhe aus und stellte sie im Flur ab.
Merlin roch dran und stellte wahrscheinlich den Geruch von Lousie fest ( der Hündin unserer Kinder ).
Er war bestimmt der Meinung, das hat in seinem neuen Zuhause nicht's verloren.
Also " DER " werd ich es zeigen und Ihr ein paar Grüße von mir senden.
Gedacht, getan.
Er hob das Bein. Ganz weit noch oben, zielte und pieselte genau in einen der Schuhe.
Somit konnte mein Sohn mit dem von Merlin makierten Schuh nach Hause fahren.
Was Lousie und unsere Schwiegertochter dazu gebellt haben, weiss ich nicht.
Stand: 10.10.2011
Merlin hat sich zu einem total frechen, kleinen, lustigen, klugen Kerl entwickelt und wir möchten Ihn auf keinen Fall mehr missen.
Merlin würde bestimmt sagen, ( wenn er reden könnte ):
" Bei der Familie kann man es aushalten.
Das Fressen ist gut und reichlich.
Spielzeug gibt es zur Genüge.
Die Spaziergänge sind in Ordnung.
Der Hauskater ( mein Mitbewohner ) ist auch ganz erträglich.
Die Fellpflege ist ganz ok.
Die Behausung ganz bequem.
Und den Rest, bringe ich meinen Leuten auch noch bei.
Ihr könnt mich ja mal besuchen kommen."
Liebe Grüße
Merlin und Familie
Stand: 11.10.2011